Umgang mit Aussteigern
Der Ausstieg aus einer Sekte fällt meist sehr schwer, denn Sekten haben eigene Methoden, Mitglieder, die einmal gewonnen wurden, auch an sich zu binden. Zum Beispiel müssen diese oft alle Kontakte zur Außenwelt abbrechen, sodass sie später keinen Anschluss mehr außerhalb der Sekte haben oder die Organisation hat Informationen, mit denen sie die Aussteiger erpressen kann. Oft wird auch mit ewiger Verdammnis für sich selbst, Kinder und Vorfahren gedroht und da viele Sektenaussteiger noch einen Rest des Glaubens an die Sekte beibehalten, kann dies sehr belastend sein.
Wenn es Personen dennoch wagen, der Sekte den Rücken zu kehren, ist oft Hilfe von außen nötig und es kann zu großer Einsamkeit und Depressionen kommen, wenn die betroffene Person keine Kontakte mehr hat und ihren bisher von der Sekte geregelten Tagesablauf selbst neu erstellen muss. Manche Organisationen verfolgen ihre ehemaligen Mitglieder sogar, belästigen sie, verüben Psycho-Terror oder neigen gar zu Gewalttätigkeiten. Häufig kommt auch bei Aussteigern ein Gefühl der Schuld auf, die ehemaligen “Brüder” und “Schwestern” alleine zu lassen, welches von der Gruppe auch noch geschürt wird. Viele ehemalige Sektenmitglieder fürchten sich sogar davor, noch aktiven Mitgliedern zu begegnen und von ihnen angesprochen zu werden.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Sekten sich soziale Isolation der Mitglieder oft ausnutzen um sie in vielerlei Hinsicht zu terrorisieren und es dauert meist lange bis die Angst der Aussteiger
vor der Sekte sich gelegt hat.